Der „Klima-Walderlebnispfad“: Kinderwagen geeignete Rundwanderung im Parsdorfer Hart

Nur wenige Kilometer östlich von München, zwischen Parsdorf, Vaterstetten und dem Anzinger Forst versteckt sich ein wunderschöner Walderlebnispfad. Der Weg ist komplett ebenerdig, Kinderwagen geeignet und etwa 3 Kilometer lang. Wem das zu lang ist, der kann auch spontan dem Schild „Abkürzung“ 😉 folgen. Der Rundwanderweg wird leider nicht mehr gepflegt – trotzdem waren meine Kinder von den allermeisten originellen Stationen sehr begeistert.

Kinderwagen geeigneter Rundwanderweg

Direkt am Parkplatz erwartet euch bereits der Wetterfrosch und ein Informations-Hochhaus (siehe Titelbild) mit den ersten Wissenstafeln über die verschiedensten Prozesse im Wald. Sowohl hier, als auch an anderen Stellen erobert sich das Unkraut langsam die bebauten Flächen zurück, aber so hatten wir auch ein wirkliches Wildnisgefühl auf unserer Wanderung.

Direkt am Beginn der Wanderung findet ihr eine große Wanderkarte:

Druckt euch die Übersichtskarte am besten vorher aus, denn der Weg ist nur theoretisch vollständig mit einem kleinen Froschzeichen ausgeschildert. Praktisch standen wir manchmal etwas ratlos an einer Kreuzung und wären über eine Karte sehr froh gewesen.
Zu Anfang wandert ihr zwischen Feldern hindurch, doch danach geht es nur noch durch den wunderschönen Wald.

Man wandert vorbei an Bäumen, die im Moos eingepackt zu sein scheinen – weiter über Lichtungen mit wilden Blumen und riesigen Gräsern. Alles sehr wild und wunderschön.

Die Erlebnis-Stationen

Die 12 Erlebnis-Stationen sind über den kompletten Wanderweg verteilt. Einige sind lediglich schöne Kunstwerke aus Holz, die Denkanstöße geben sollen oder über Wissenswertes im Wald informieren.

Andere dagegen sind richtig originelle Mitmach-Stationen. Die Stationen 4 und 5 sind definitiv unsere Favoriten. Die Kinder können bei „CO2 in seiner schönsten Form“ z.B. auf einer Holzschnecke reiten oder auf dem Holzauto herum klettern.

Hier ist auch der perfekte Picknickplatz mit zwei separaten Sitzbänken. Die Holzstäbchen in der CO2 Hütte waren leider nicht nachgefüllt, als wir dort waren, aber dafür gibt es zum Trost etwas richtig cooles gleich nebenan.

Bei „wir sitzen auf dem Trocknen“ kann man ausprobieren, wie lange Wasser durch den Waldboden und durch Kies hindurch sickert. Die kultige Gieskanne liegt angekettet in einer Wasser-Senkgrube gleich daneben. Ich nehme an, dass nach länger Trockenheit irgendwann kein Wasser mehr in der Grube sein wird, daher würde ich empfehlen eine zusätzlich Flasche Wasser für das Experiment einzupacken.

Hier sind wachsame Augen gefragt, denn nur wenige Schritte entfernt gibt es eine Geheimtür im Boden zu entdecken! JA ihr dürft die Tür öffnen und hineinkriechen! 😉 Auch hier gibt es etwas zu erkunden.

Wenn ihr mit den Stationen 4 und 5 fertig seid, folgt nicht dem Wegweise geradeaus Richtung Station 6! Diese ist nämlich leider nicht mehr in Stand gehalten und eine Sackgasse. Biegt stattdessen links ab und folgt dem Pfad Richtung Station 7. Hier kann es nach dem Regen etwas matschig werden, aber dafür gibt es hier Kuriositäten der Natur zu bestaunen.

Nicht alles ist so gut gepflegt, wie man es sich wünschen würde, aber trotzdem sehenswert.

Abkürzung und Wander-Hinweise

Wem der Weg zu lang wird, kann nach Station 7 („Der Wald von morgen“) eine Abkürzung nehmen. Die Stationen 8 und 9, die man damit verpasst sind eh nicht besonders spannend und der Boden ist beim langen Weg deutlich steiniger und für Kinderwagen nicht gut geeignet.

Jetzt geht es langsam zurück Richtung Parkplatz einen breiten Wanderweg entlang. Lauft an der zweiten Kreuzung aber nicht gerade aus, sonst verpasst ihr die Stationen 10-12 (siehe Karte) – wie wir leider.

Der Weg ist durchweg Kinderwagen geeignet, allerdings nach Niederschlägen an einigen Stellen matschig.

Anfahrt und Parken

Der Klimapfad hat einen eigenen Waldparkplatz, den ihr leicht findet, wenn ihr die Pufinger Straße zwischen Purfing und Vaterstetten entlang fahrt.

Einkehrmöglichkeiten

Am Wanderweg und in Fußlauf-Reichweite gibt es leider keinerlei Restaurants. 700 Meter (Landstraße) entfernt liegt allerdings der „Reitsberger Hof“ mit dem suuuper kinderfreundlichen Restaurant „Landlust„, Hoftieren und großem Spielplatz.

 


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