Österreich-Urlaub im Zillertal mit Kindern

Wir haben Adler gesehen und gigantische Spielplatz-Schlösser aus Holz; wir sind Gondeln und Dampfbahnen gefahren; wir waren auf den Bergen und im Wasser. Wo genau? Gar nicht so weit weg von zu Hause. In Österreich – genauer gesagt im Zillertal. Dort haben wir letztes Jahr im Spätsommer mit unseren drei Kindern (zwischen 1 und 7 Jahren) und dem Opa eine wunderschöne Urlaubswoche verbracht. Mit der Zillertal Activcard waren wir jeden Tag unterwegs zu neuen Abenteuern! Wir sind immer noch begeistert und haben in der einen Woche längst nicht alles sehen können, was diese kinderfreundliche Region zu bieten hat. Deshalb werden wir unseren Familienurlaub dieses Jahr wieder im Zillertal verbringen.

Der Ahornberg

Ahornbahn – perfekte Seilbahn mit Kindern

Die perfekte Einsteiger-Seilbahn war für uns die Ahornbahn. Das ist keine klassische Gondel, die ständig in Bewegung ist, sondern eine Pendelbahn, die zum Ein- und Aussteigen längere Zeit fest verankert ist. Also kein Stress beim Einsteigen mit kleinen Kindern und Buggy. Sogar unser Einjähriger konnte alleine einsteigen in den „fliegenden Bus“.

Bilderbuchlandschaft an der Bergstation

Oben auf dem Berg war es wirklich traumhaft: saftig grüne Wiesen, Kühe und eine wunderschöne Sicht auf die umliegenden Berge.Die Wanderwege dort waren recht steil und steinig – für unseren Buggy etwas schwierig. Mit einem luftbereiften Kinderwagen könnte es besser funktionieren; trotzdem würde ich zu einer zusätzlichen Trage raten. Unser Mini musste eh Mittagsschlaf halten. Ich habe ihn in die Trage genommen und der Opa hat den leeren Buggy geschoben.
An der Bergstation kann man sich auch Bollerwagen ausleihen – praktisch für Kinder die zu groß für eine Trage, aber auch zu klein für längere Wanderwege sind!

Greifvogelshow auf der Adlerbühne

Die Jungs waren Feuer und Flamme für die Adlershow. Von der Bergstation der Ahornbahn geht es rechts ab zur Adlerbühne (10 min Fußweg). Wir suchten uns einen Platz auf der Holz-Zuschauertribüne, die mit Materialien direkt vor Ort gebaut wurde. Während wir auf die Vögel warteten, wurde es immer windiger und der Himmel zog sich mehr und mehr zu. Wahnsinn, wie schnell das Wetter in den Bergen umschlägt!

Wir freuten uns, dass die Vorführung trotzdem stattfinden konnte. Die Jungs waren begeistert, wie die Vögel knapp über ihren Köpfen flogen und sie sie aus nächster Nähe bestaunen konnten.

Kurz vor Ende der Show fielen dann doch die ersten Regentropfen. Gut, dass wir Jacken dabei hatten – nur leider der Opa nicht. An dem Kassenhäuschen der Adlerbühne konnten sie allerdings mit modischen blauen Regenüberwürfen aushelfen …

Aufgrund des Wetters mussten wir unseren Ausflug frühzeitig abbrechen. Den Sinnespfad und den Ahornsee wollen wir bei unserem nächsten Zillertal-Urlaub auf jeden Fall noch sehen! Auf der Talfahrt haben die Jungs einen Platz in der 1. Reihe der Bergbahn ergattert. Trotz Regen ein beeindruckender Ausblick ins Tal.

Sommeröffnungszeiten 09.06. – 14.10.2018

Tipp: Mit der Zillertal Activcard konnten wir täglich einmal kostenlos eine Seilbahn benutzen (hoch und runter) und bekamen 10% Ermäßigung auf die Adlershow.

Das Fichtenschloß auf der Rosenalm

Für den nächsten Tag haben wir uns die Rosenalm ausgesucht. Das Highlight für die Jungs war eindeutig das Fichtenschloss – ein Paradies für Kinder hoch oben auf dem Berg: ein riesiger Spielplatz zum Klettern und Rutschen. Mit Baumwipfelpfad, mit Kugelbahn, mit Wasserspielplatz. Das sah schon auf den Bildern so verlockend aus! Aber zunächst mussten wir erst den Berg hoch kommen … Bei Rohr starten die Gondeln der Rosenalmbahn (Sommeröffnungszeiten 26.05. – 07.10.2018).

Gondel fahren zum Fichtenschloss

Für uns hieß es: das erste Mal Gondel fahren mit Kindern. Alle waren aufgeregt – die Mama wahrscheinlich am meisten; ob das mit dem Buggy auch hin haut, ob der Platz reicht und wir schnell genug drin sind. Alles kein Problem! Die Gondeln sind groß genug für 3 Erwachsene, 3 Kinder und Buggy. Das nette Personal an der Talstation bremst sogar vorsorglich für Buggys und Co. Und Schwupp schweben wir den Hügel hinauf.

Es war herrlich. Und eine schöne Zeit als Familie, sich in der kuscheligen Gondel zu unterhalten, wo keiner einfach aufstehen und davonsausen kann. Gemeinsam die schöne Landschaft bestaunen. An der Mittelstation hieß es kurz umsteigen und noch ein gutes Stück höher schweben.

Kinderwagentauglicher Rundgang zum Fichtenschloss

Von der Bergstation aus gibt es zwei Wege zum Fichtenschloss:
1. rechts: einen ganz kurzen, steilen Weg direkt zum Spielplatz
2. links: einen kleinen, gemütlichen, kinderwagengeeigneten Rundgang zum Fichtenschloss (ca. 10 – 15 Minuten mit Kindern)Für unseren Jüngsten war es gerade Mittagsschlafzeit, als wir oben waren und so ist einer von uns immer auf den tollen Wanderwegen rund um das Spielplatz-Areal gelaufen, während die Großen sich dort austobten. Die Wege waren mit feinem Kies gestreut und auch mit Buggy gut befahrbar.

Die drei Türme des Fichtenschlosses

Das Herzstück des Fichtenschlosses sind die drei Holztürme. In dem breitesten Turm führt eine Holzwendeltreppe hoch zu einem schönen Aussichtsplateau. Es gibt noch einen Kletterturm und den Rutschenturm – absoluter Favorit unserer Kinder! Auf zwei unterschiedlich lange Röhrenrutschen sausten sie den Turm herunter und kletterten sofort wieder hoch. Gefühlte 1001 mal!

Der Baumwipfelweg beim Fichtenschloss

Nach kurzer Zeit hatten wir die Kinder aus den Augen verloren und wo fanden wir sie wieder? Hoch oben in den Baumwipfeln!

Der Wasserspielplatz am Fichtenschloss

Wasser-Pritscheln lieben bei uns alle drei. Die Großen haben Staudämme gebaut, während der Kleine von den Wasserrädern fasziniert war. Alleine am Wasserspielplatz hätten Sie einen ganzen Nachmittag verbringen können. (Tipp: an Wechselkleidung denken ;))

Kleinkinder

Es gibt auch einen eigenen Kleinkindbereich mit großem Sandkasten und Nestschaukel.

Die Kugelbahn

Wow, sowas haben wir bisher noch nie gesehen: eine riesige Holzkugelbahn schlängelte sich neben dem eigentlichen Kletter-Schloß durch den Wald. Ein Kind spielte dort mit einer großen Holzkugel. Hm, wo sind denn die anderen Kugeln? Ah, im Kugel-Automaten im Häuschen neban. Für 3 EUR konnten sich die Kinder dort eine eigene Fichtenschloß-Kugel aus dem Automaten holen. Was für eine Freude – und wirklich mal ein schönes Andecken. Mit den Kugeln wird bis heute zu Hause gespielt und sie stehen schon auf der Packliste für unseren nächsten Zillertal Urlaub.

Die Kinder waren so begeistert vom Fichtenschloss, dass sie am letzten Tag nochmal dorthin wollten. Gut dass wir mit der Zillertal Activcard kostenlos Gondel fahren konnten 🙂

Zillertalbahn und Dampflok

© Zillertalbahn

Unsere Jungs sind große Eisenbahnfans! Deshalb war es quasi ein Muss auch die Zillertaler Eisenbahnwelt zu erkunden. Mit der Zillertal Activcard konnten wir komplett kostenlos die normale Zillertalbahn fahren. Das war praktisch, wenn der Papa mal mit den großen voraus fahren wollte und ich mit dem Kleinen nach dem Mittagsschlaf mit Auto nachkam. Beim nächsten Urlaub nehmen wir die Fahrräder mit. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir da die Bahn bei einer Fahrradtour im Tal gut brauchen können, wenn die Kids nicht den ganzen Weg auf dem Rad zurück schaffen.

Dampflok

Ein großes Highlight war für die Jungs das Dampfbahn-Fahren. Besonders begeistert waren sie von dem Open-Air-Waggon. Sie erzählen heute noch, wie sie die Wassertröpfchen des Dampfes gespürt haben und waren begeistert auf dem „Balkon“ vor dem ersten Waggon direkt hinter dem Tender zu stehen. (Kinder ab 6 Jahre fahren mit der Zillertal Activcard für die Hälfte des Fahrpreises)

Die Zillertal Erlebnistherme

Therme
Bildquelle http://www.erlebnistherme-zillertal.at

Größtenteils hatten wir Glück mit dem Wetter, aber 1–2 Regentage waren eben auch dabei. Einen dieser Tage verbrachten wir in der Erlebnistherme in Fügen (für Zillertal Activcard-Inhaber 10% Rabatt). Die Therme ist sehr kinderfreundlich eingestellt.

Für Kleinkinder

Es gibt einen richtig schönen Kleinkindbereich: ein riesiges rundes Becken mit einer schrägen Rutschfläche in der Mitte. Gleich daneben gibt es einen Spielbereich außerhalb des Wassers. Perfekt wenn kleinere Geschwister dabei sind oder die Kinder bei einem längeren Aufenthalt auch mal eine Pause vom Wasser machen sollen.

Für größere Kinder
kinderfreundliche Terme
Bild www.erlebnistherme-zillertal.at

Im Hauptbecken der Therme gibt es Klettermöglichkeiten am und im Wasser. Die Großen hatten viel Spaß im separaten Wellenbad. Es gibt auch ein paar Indoor-Röhrenrutschen, allerdings waren unsere Kinder damals noch zu klein dafür (ich glaube sie waren ab 8 Jahre freigegeben).

Fazit

Wir sind total glücklich, das Zillertal entdeckt zu haben und können es allen aktiven und naturverbundenen Familien sehr empfehlen. Die Eltern können die faszinierende Landschaft genießen und für die Kleinen ist auf jedem Berg etwas anderes geboten. Durch die kurze Anreise (nur 1,5 Stunden ab München) konnten wir gleich den ersten Urlaubstag in vollen Zügen genießen.  Da kann man auch gut einen Kurzurlaub übers Wochenende verbringen oder vielleicht sogar für einen ausgedehnten Tagesausflug hinfahren.

Die Vorteile der Zillertal Activcard

Will man dort mehrere Ausflüge unternehmen, lohnt sich die Zillertal Activcard. Sie gilt zwischen dem 26.05. und 07.10.2018 für wahlweise 3, 6, 9 oder 12 Tage. Der größte Vorteil war in unseren Augen jeden Tag einmal kostenlos eine der zehn Bergbahnen fahren zu dürfen. Außerdem darf man jeden Tag kostenlos in eines der Freibäder; und es gibt noch viele weitere Vorteilspartner. Wenn beide Eltern eine Zillertal Activcard haben, fahren die Kinder bis Jahrgang 2003 kostenlos mit.


Dieser Beitrag ist in Kooperation mit der Zillertal Tourismus GmbH entstanden und enthält daher Werbung. Die Idee dafür und die Erlebnisse stammen von uns selbst und spiegeln zu 100% unsere persönliche Meinung und Erfahrungen wieder.

 

Please follow and like us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.