Familien-Rundwanderung durch die Wolfsschlucht in Flintsbach am Inn: vorbei am Teufelsloch, den Philosophen-Wasserfällen und der Burgruine Falkenstein

***Update 11.06.2021: Die Ortsdurchfahrt Flintsbach ist im Moment bis Ende Juli komplett gesperrt. P2 (siehe Karte weiter unten) kann nur von Oberaudorf kommend (von Süden, Abfahrt Oberaudorf) angefahren werden. P1 (siehe Karte) ist von Norden her über den Friedhof und über Schleichwege zu erreichen.***

Geheimnisvolle Höhlen, eine beeindruckende Burgruine und sage und schreibe sechs Wasserfälle! Das alles haben wir bei einem unserer letzten Ausflüge entdeckt: und zwar in Flintsbach am Inn (70 km südöstlich von München) – ganz nah an der Autobahn und einem Bahnhof. Die einzelnen Orte sind auch für sich spannend und gerade mit kleineren Kindern, könnt ihr euch einzelne Ziele separat herauspicken. Oder aber ihr vereint alles in einer 6,5 km langen Rundwanderung, die wir ab Grundschulalter sehr empfehlen können.

Übersicht

  1. Wanderkarte und Wissenswertes
  2. Die Wolfsschlucht mit den Philosophen-Wasserfällen
  3. Der Petersberg mit Ausflugsrestaurant
  4. Das Teufelsloch
  5. Die Burgruine Falkenstein
  6. Einkehrmöglichkeiten
  7. Anfahrt und Parken

Wanderkarte und Wissenswertes

Unter folgendem Link könnt ihr euch die Karte zum Ausdrucken runterladen. Geht nicht ohne die Karte auf die Rundwanderung! Ihr werdet sie brauchen.

Wichtig, bitte lesen:
Ihr könnt die Wolfsschlucht (mit den Wasserfällen) und die Burgruine Falkenstein ohne Probleme einzeln besuchen, denn es gibt an beiden Orten Parkplätze. Da ihr dafür nur wenige Höhenmeter bewältigen müsst, lohnt sich so ein Ausflug auch bereits mit kleinen Kindern. Die Burgruine ist sogar mit dem Kinderwagen zu erreichen (Achtung Steigung).
Wenn ihr mit Grundschul- oder älteren Kindern unterwegs seid, kann ich euch empfehlen alle Ziele in einer anspruchsvollen Rundwanderung zu vereinen. Die Strecke ist ca. 6,5 km lang und geht über etwa 370 Höhenmeter. Besonders der Aufstieg entlang der oberen Wasserfälle erfordert gute Trittsicherheit und unbedingt Wanderschuhe. Geht diesen Aufstieg nicht nach einem Regentag, da die Steintreppen sonst glitschig und gefährlich sind! Am Anfang der Wolfsschlucht können aber auch schon kleine Kids sehr viel Spaß haben und zwischen den Brücken, Felswänden und kleinen Höhlen auf Entdeckungstour gehen.

Die Wolfsschlucht mit den Philosophen-Wasserfällen

Gleich das Wichtigste zuerst: Bitte lasst euch nicht von den „Vorsicht! Sprengarbeiten!“ Schildern verunsichern. Diese Schilder sind komplett veraltet und leider noch nicht abgebaut. Es wird nirgendwo auf dem Wanderweg gesprengt 😉

Wie ihr auf der Karte sehen könnt, führen mehrere Wege durch die Wolfsschlucht. Der grüne Rundwanderweg ist auf den ersten 300 Metern vergleichsweise ebenerdig, aber zu wurzelig für einen Kinderwagen. Der rosane östliche Weg führt über eine Treppe einen kleinen Hügel hinauf und dann wieder in die Schlucht hinunter (sehr wenige Höhenmeter).

Gleich zu Beginn der Wolfsschlucht gibt es ein kleine Fischzucht mitten im Wald (auf dem Foto seht ihr sie vom östlichen rosa Wanderweg aus fotografiert). Der grüne Rundwanderweg führt direkt daran vorbei, sodass ihr die vielen, vielen Fische auch gut sehen könnt.
Danach geht es kreuz und quer über kleine Brücken, an Felsen vorbei und zu einer kleinen Höhle.

Alles ist total wild und blanke Natur. Nach ca. 300 Metern wird es dann auch langsam steil und deutlich anspruchsvoller:

Nach dem ersten steilen Stück kommt der größte Wasserfall, aber um zu ihm zu kommen, müsst ihr über eine kleine Brücke gehen. Der Rundweg führt aber an der Seite weiter, auf der ihr nach oben kommt. Ich schreibe das deswegen, weil der Weg an dieser Stelle sehr wild und uneindeutig ist.

Irgendwann kommt ihr auf den großen Schotterweg, den ihr von nun an bergauf gehen müsst.

Direkt an der ersten Kreuzung kann man auch zum Kieswerk nach links abbiegen. Das ist zwar spannend anzusehen, aber es geht steil nach unten, während man auf rollenden Steinen steht – für Kinder daher nicht zu empfehlen!
Auf der Karte seht ihr (rot beschriftet), dass man „theoretisch“ durch das Gelände abkürzen könnte. Macht das bitte bitte nicht! Ich habe es mit meinem Bruder ausprobiert und es war eine Katastrophe! Es ist super steil und gefährlich und die Wege enden ständig im Nichts und man weiß nicht wo man entlang muss. Also bleibt brav auf dem Weg immer Richtung Petersberg 🙂 .

Der Petersberg mit Ausflugsrestaurant

Der Abzweig zum Petersberg geht an der höchsten Stelle des Hauptweges rechts ab und noch einmal steil den Berg hinauf. Glücklicherweise sind das nur noch wenige hundert Meter. Oben hat man eine atemberaubende Aussicht. An der höchste Stelle steht sowohl eine kleine Kirche als auch das „Berggasthaus Petersberg„.

Es hat von Mittwoch – Sonntag geöffnet und bietet einfache Gerichte sowie Kaffee und Kuchen an. Neben dem Biergarten steht ein kleiner Spielturm mit Rutsche.

Das Teufelsloch

Das Teufelsloch klang spannender als es dann war, aber verpassen solltet ihr es trotzdem nicht. Wir sind nämlich trotz offenen Auges glatt daran vorbei gelaufen und mussten noch einmal umkehren 😉 . Es liegt zwar direkt am großen Wanderweg auf der rechten Seite (wenn ihr abwärts lauft), aber leider so, dass man es erst richtig sieht, wenn man zurück schaut. Dreht euch daher häufiger mal um 😉 Der Spalt im Fels ist nicht sonderlich breit, aber ich konnte mich wenigstens ein Stückchen hineinzwängen.

Die Burgruine Falkenstein

Von der Burgruine Falkenstein sind noch die Außenmauern, ein großer Turm und diverse Mauerreste erhalten. Es gibt Informationstafeln vor Ort, die euch die Geschichte und die Sanierung genauer erläutern. Von der großen Wiese hat man einen wunderschönen Ausblick auf Flintsbach und Umgebung. Der perfekte Platz für ein Picknick.

Ihr könnt die Burgruine auch mit dem Kinderwagen oder als Einzelziel besuchen. Es gibt einen separaten Parkplatz unterhalb der Ruine – der Aufstieg ist zwar nicht lang, aber wenn man einen Kinderwagen schiebt natürlich schon etwas anstrengend.

Wenn ihr den Rundweg lauft, müsst ihr durch das kleine Steintor in der Nähe vom Burgturm gehen. Dort gibt es keine kleine Schwingtür, damit die Schafe dahinter nicht ausbüchsen.

Einkehrmöglichkeiten

Wenn Ihr unterwegs essen möchtet, solltet ihr am bestem auf dem Petersberg einkehren (siehe Punkt 3). Habt ihr vorher oder hinterher Hunger können wir euch den Gasthof Falkenstein in Flintsbach empfehlen.

Der hat eine eigene Metzgerei in der ihr auch unter der Woche ein einfaches Mittag bekommt. Der Gasthof mit großem Biergarten öffnet Dienstag – Donnerstag ab 16 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10 bis 24 Uhr. Im Sommer steht dort auch ein großes Trampolin und ein paar Spielsachen für Kleinkinder.

Anfahrt und Parken

Parkplatz an der Burgruine Falkenstein (P1 laut Wanderkarte): An der Kreuzung „Falkensteinstraße / Astenweg, 83126 Flintsbach am Inn“ biegt ein Weg ohne Namen ab. Dort ist der Wanderparkplatz. Hier seht ihr die genauen Koordinaten.

Parkplatz für die Rundwanderung (P2 laut Wanderkarte): Der Parkplatz liegt in der Linkskurve der Straße „Am Steinbruch, 83126 Flintsbach am Inn“. Hier seht ihr die genauen Koordinaten.

Flintsbach hat auch einen Bahnhof, von dem aus ihr starten könnt. Er liegt ca. 1,2 km von P1 entfernt.




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